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Italien: Politik der geschlossenen Häfen gilt auch für eigene Küstenwache

Gespeichert von Seebruecke am So., 28.07.2019 - 22:15

Das Anlegeverbot des italienischen Innenministers Salvini für Boote, die Migrant*innen in Seenot gerettet haben, trifft nicht nur die NGOs, sondern auch das eigene Militär. Das galt schon im August 2018 für die „Diciotti“ und trifft nun die „Gregoretti“, ebenfalls ein Schiff der italienischen Küstenwache, auf dem sich seit Freitag 131 Boat-people befinden.

„Marokkos Marine rettet 242 Migranten“

Gespeichert von Seebruecke am So., 28.07.2019 - 09:20

Die marokkanische Marine hat im Mittelmeer 242 Migranten gerettet. Ihre Schlauchboote seien beim Versuch, nach Spanien zu gelangen, in Seenot geraten, berichtet die amtliche Nachrichtenagentur MAP. Unter ihnen seien 50 Frauen und zwölf Minderjährige gewesen.

Die aus Gebieten südlich der Sahara stammenden Migranten hätten sich nahe der spanischen Küste befunden, unter anderem in der Straße von Gibraltar. Einige hätten gesundheitliche Probleme gehabt. Sie seien behandelt worden und in marokkanische Häfen zurückgebracht worden. […]

EU: Ad-Hoc-Mechanismus „Ertrinkenlassen“ in Kraft

Gespeichert von Seebruecke am Fr., 26.07.2019 - 22:00

Am Montag (22.07.2019) beschlossen auf deutsch-französische Initiative hin „ungefähr“ 15 EU-Staaten in Paris einen „Ad-Hoc-Mechanismus“ zum Schicksal von Boat-people im zentralen Mittelmeer, der für den Sommer 2019 gelten soll. Am Dienstag (23.07.) legten, wie wohl auch zuvor, zahlreiche Flüchtlingsboote aus Libyen ab, wie sich aus späterem Monitoring durch Alarmphone und das NGO-Flugzeug „Moonbird“ rekonstruieren lässt. Spätestens am Mittwoch (24.07.) befanden sich diese Boote in Seenot. Nach Schätzung von UN-Instanzen ertranken am Mittwoch ca. 150 Boat-people.

Sea-Eye rettet weiter - Alan Kurdi startet in fünfte Mission

Gespeichert von Seebruecke am Do., 25.07.2019 - 21:56

Am Donnerstagnachmittag startete die fünfte Sea-Eye-Mission mit der "Alan Kurdi". Die 20 Crewmitglieder aus sechs europäischen Nationen werden von der Hamburger Ärztin Barbara Held (52) in den Einsatz geführt. Held nahm seit 2016 bereits an zahlreichen Rettungseinsätzen als leitende Bordärztin auf den Schiffen von Hilfsorganisationen teil. Insgesamt war sie dort an der Rettung von mehr als 8.000 Menschenleben beteiligt. Auf der "Alan Kurdi" fährt sie nun zum ersten Mal als Einsatzleiterin. Andrey Kovaliov (50) ist zum zweiten Mal Kapitän der "Alan Kurdi".

Zivile Seenotrettung soll teuer werden

Gespeichert von Seebruecke am So., 14.07.2019 - 12:20

Retten verboten. Wer gegen das Verbot verstößt, soll teuer dafür zahlen, zumindest wenn es sich bei den Rettenden um private NGOs handelt, die sich, wenn es nach dem Willen der EU ginge, fernhalten sollen vom Mittelmeer. Schien schon die im Salvini Dekret 2 vorgesehene Androhung eines Bußgelds in Höhe von 50.000 € maßlos, so hat die spanische Regierung kürzlich drastisch nachgelegt.