Ticker

Brief von Sea-Watch an Seebrücke

Gespeichert von Seebruecke am Fr., 23.11.2018 - 10:46
Liebe Seebrücke-Gruppen, die Repression gegen zivile Rettungskräfte auf dem Mittelmeer hat eine letale Wirkung entfaltet: Im September, als gar keine zivilen Rettungsschiffe mehr vor Ort waren erreichte die Todesrate einen historischen Rekord: Eine aus fünf Personen, die die Überfahrt antraten, starb. Deshalb geben wir nicht auf und werden alles tun, um weiter Menschen in Seenot zur Hilfe zu kommen. Wirkung entfaltet hat aber auch euer Protest für die zivile Seenotrettung und für sichere Häfen. Deshalb können wir endlich auch gute Neuigkeiten verkünden: Nach Monaten der Rückschläge befindet sich unser Schiff, die Sea-Watch 3, gemeinsam mit zwei weiteren Rettungsschiffen auf dem Weg zurück ins Einsatzgebiet und kann, unterstützt durch unser  Aufklärungsflugzeug Moonbird, endlich wieder seinem Zweck nachkommen - Menschen vor dem Ertrinken retten. Dass wir nach monatelanger willkürlicher Festsetzung jetzt doch wieder auf dem Weg in den Einsatz sind, ist nur möglich, weil ihr uns unterstützt und mit uns für Menschenrechte kämpft. Danke dafür!

[MISSION LIFELINE] Die Aktion “The Real Civil Fleet” – Seenotrettung für Jedermann

Gespeichert von Seebruecke am Do., 22.11.2018 - 13:43

Mit der 7. Mission, die kürzlich stattfand, hat MISSION LIFELINE  bewiesen, dass selbst ein Segelboot als Rettungsschiff dienen kann. Ausgestattet mit Rettungswesten, medizinischer Ausrüstung, einem Rettungsschlauchboot etc. sind auch kleinere Schiffe in der Lage, Menschen in Seenot beizustehen! Daraus will MISSION LIFELINE mehr machen, denn während größere Schiffe widerrechtlich am Retten gehindert werden, wird dies bei kleineren Schiffen kaum gelingen.

Flüchtlinge von libyscher Küstenwache von Bord gezwungen und eingesperrt

Gespeichert von Seebruecke am Do., 22.11.2018 - 02:43

Unter Ausschluss der Öffentlichkeit hat die libysche Küstenwache die 
auf dem Schiff Nivin gegen ihre Rückschiebung nach Libyen
protestierenden Flüchtlinge von Bord gezwungen und in Haftlager
gesperrt. Den Betroffenen steht nun angeblich ein Verfahren wegen
"Piraterie" bevor. So werden aus Flüchtlingen, die den libyschen
Folterlagern zu entkommen versuchen, "Piraten" gemacht, und die EU
wäscht ihre Hände in Unschuld.

Siehe auch den Bericht  von 16.11.2018 im Ticker  "Verzweifelte Flüchtlinge auf Frachtschiff"

Italien will „Aquarius“ festsetzen

Gespeichert von Seebruecke am Mi., 21.11.2018 - 15:09

ROM taz | Italien verschärft seinen Kurs gegen die in der Flüchtlingsrettung im Mittelmeer tätigen Hilfsorganisationen. Am Dienstag ordnete ein Untersuchungsrichter in Catania die Beschlagnahmung des von den Ärzten ohne Grenzen und SOS Méditerranée eingesetzten Schiffs „Aquarius“ sowie das Einfrieren mehrerer Bankkonten an.

NACH ZWANGSPAUSE WIEDER IN SEE

Gespeichert von Seebruecke am Do., 15.11.2018 - 10:26
Die private Rettungsorganisation „Sea Eye“ sticht diese Woche mit einem neuen Schiff in See. Nach viermonatiger Zwangspause könne die Organisation so die Rettung von schiffbrüchigen Flüchtlingen im Mittelmeer wieder aufnehmen, sagte „Sea Eye“-Gründer Michael Buschheuer.

Heute NDR Kultur 13. November 20:00 : Es gibt nur ein kleines Happy End. Die Flucht nach der Flucht - Jahre später

Gespeichert von Seebruecke am Di., 13.11.2018 - 10:12
2007 überlebte Micky gemeinsam mit 150 anderen Flüchtlingen die Überfahrt von Libyen nach Sizilien. In Italien bekam der Eritreer kein Asyl, verließ als Illegaler das Land und floh weiter nach Schweden. Er wurde zurückgeschoben nach Italien und floh erneut in die Schweiz. Dort bekam der Meeresbiologe Asyl, fand eine minderwertige, aber gut bezahlte Arbeit und lebt heute in Basel.