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Drei neue staatsanwaltliche Ermittlungen gegen Salvini

Gespeichert von Seebruecke am Fr., 07.06.2019 - 12:16

Drei Staatsanwaltschaften haben erneut Ermittlungen gegen den italienischen Innenminister Matteo Salvini aufgenommen. In allen drei Fällen geht es wiederum um den Versuch, die Seenotrettung gänzlich zu unterbinden oder zumindest die Anlandung von Geflüchteten, insbesondere von Minderjährigen, zu verhindern. Neben der örtlichen Hafenjustiz haben anscheinend einige Hafenverwaltungen und die sizilianische Anwaltsgruppe Associazione diritti e frontiere (Adif) gute Vorarbeit geleistet.

Schleppboot mit 62 Boat-people Richtung Sizilien

Gespeichert von Seebruecke am Fr., 07.06.2019 - 12:13

62 Boat-people – von den gestern 250 Vermissten – wurden am Spätnachmittag und Abend des 06.06.2019 von dem Schleppboot „Asso 25“ gerettet. Alarmphone und die NGO-Flugzeuge hatten es geschafft, ein Monitoring um die Zone des gesichteten Schiffswracks in der maltesischen SAR-Zone aufzubauen. Das Schleppboot mit den Geretteten an Bord hat nach Aufforderung durch die italienische Küstenwache zunächst Kurs auf Lampedusa genommen und steuert nun Pozzallo (Sizilien) an. Das italienische Innenministerium schweigt. Die Staatsanwaltschaft Agrigento scheint sich einzuschalten.

Ärzte ohne Grenzen, eine kurze Zusammenfassung der letzten 5 Tage

Gespeichert von Seebruecke am Fr., 07.06.2019 - 00:15

Dramatischer Tag gestern auf dem Mittelmeer mit mehreren Booten in Not. Mehr als 370 Flüchtlinge und Migranten wurden gerettet und nach Malta gebracht . In den letzten 5 Tagen versuchen durchschnittlich 300 Menschen pro Tag die gefährliche Überfahrt von Libyen.

Die von der EU finanzierte sog. libysche Küstenwache hat diese Woche über 300 Flüchtlinge und Migranten abgefangen und sie nach Libyen zurückgebracht, einem Land, in dem sie regelmäßigen Gefahren und Misshandlungen ausgesetzt sind. Libyen ist kein sicherer Ort, um auf See gerettete Menschen von Bord zu bringen!

Malta, Libyen: heute über 250 Boat-people unter EU-Beobachtung ertrunken?

Gespeichert von Seebruecke am Do., 06.06.2019 - 12:04

Im zentralen Mittelmeer haben Alarmphone und die NGO-Flugzeuge Colibri und Moonbird in den letzten 37 Stunden über 700 Boat-people auf mehreren Schlauchbooten erkannt und ihr SOS mit allem erdenklichen Nachdruck an die Seenotrettungsleitstellen weitergegeben. Nach dem Schweigen, das einen Tag andauerte, gibt die maltesische Seenotrettung heute Nachmittag bekannt, dass sie insgesamt 370 Boat-people gerettet hat. Die sogenannte libysche Küstenwache, die sich zu Übungen ganz woanders aufhielt, will 80 Boat-people aufgegriffen und in die libyschen Folter- Gefängnisse zurückgebracht haben.

Klage Massensterben Mittelmeer: „EU-Verbrechen gegen die Menschheit“

Gespeichert von Seebruecke am Mi., 05.06.2019 - 12:20

Die tödlichste Migrationsroute der Welt

BERLIN/DEN HAAG (Eigener Bericht) – Menschenrechtsanwälte werfen der EU und ihren Mitgliedstaaten „crimes against humanity“ („Verbrechen gegen die Menschheit“) vor und haben beim Internationalen Strafgerichtshof (IStGH) Anzeige wegen des Flüchtlingssterbens im Mittelmeer erstattet.

Durch verzögerte Rettungsaktion der italienischen Marine, ertrinkt ein 5 jähriges Mädchen

Gespeichert von Seebruecke am Do., 30.05.2019 - 20:02

Europäische Migrationspolitik tötet: Mindestens ein Mensch ertrinkt, festgehalten vom Aufklärungsflugzeug #Moonbird. Ital. Marineschiff in der Nähe greift trotz Maydays nicht ein und wartet auf sog. Libysche Küstenwache, die Überlebende illegal zurück nach Libyen schleppt.